Metamorphose mit Zukunft – Plattenbau neu interpretiert. Sanierung eines Gebäudekomplexes in Weimar-West
Projektadresse: Moskauer Straße 45/126, 99427 Weimar
Hauptbeteiligte
- Weimarer Wohnstätte GmbH
- nitschke + kollegen architekten GmbH, Weimar
Projektbeschreibung zur Einreichung
Das Wohngebiet Weimar-West wurde von 1978 bis 1987 ergänzend zum bestehenden Wohngebiet Weimar-Nord überwiegend in Plattenbauweise städtebaulich erschlossen. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet „Paradies“. Es entstanden rund 3.660 Wohnungen.
Beim vorliegenden Sanierungsprojekt mit Neubauanteil wurden innerhalb von rund vier Jahren Bauzeit vier modernisierungsbedürftige DDR-Bestandsblöcke grundlegend umgestaltet, bautechnisch zusammengefasst und zentral erschlossen. Dadurch entstand ein Wohnensemble von ganz neuer, hoher Qualität, welches sowohl das äußere Erscheinen als auch die innere Struktur des Quartiers verändert hat. Die angepasste Wohnstruktur erfüllt nun die individuellen Ansprüche unterschiedlichster Bevölkerungsschichten und Altersgruppen. Es stehen 2- bis 6-Raum-Wohnungen sowie Wohngruppen mit verschiedenen Ausstattungen und Standards zur Verfügung, die alle barrierefrei erreichbar sind sowie einen Balkon oder sogar eine Dachterrasse haben. Mit der Umgestaltung der Fassaden wurde das Gesicht des Wohnviertels nachhaltig aufgewertet. Die große, geschlossene Baumasse wurde visuell zum attraktiven städtebaulichen Ensemble. Ebenso bereichert der grüne Innenhof das Wohnumfeld. Eine Photovoltaikanlage ergänzt die Energieversorgung des Gebäudekomplexes. Mutige Veränderungen und Innovationen haben zu mehr Lebensqualität in Weimar-West beigetragen. Die tatsächlichen Baukosten blieben trotz der schwierigen Marktsituation aufgrund von Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg 4 % unter den geplanten Kosten.