WohnRäume 2018

Gewinner in der Kategorie „WohnRäume 2018“ gekürt

v.l.n.r.: Axel Gedaschko (Präsident GdW); Birgit Keller (Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Freistaat Thüringen); Jens Adloff (Geschäftsführer RUWO Rudolstadt); Peter Artes; Frank Richter (beide Vorstand WOBAG Sömmerda); Katharina Naumann (Prokuristin WOBAG Sömmerda); Dr. Bernd Hunger (GdW, Vorsitzender der Jury); Tobias Wolfrum (Geschäftsführer jenawohnen GmbH); Frank Emrich (Verbandsdirektor vtw)
v.l.n.r.: Axel Gedaschko (Präsident GdW); Birgit Keller (Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Freistaat Thüringen); Jens Adloff (Geschäftsführer RUWO Rudolstadt); Peter Artes; Frank Richter (beide Vorstand WOBAG Sömmerda); Katharina Naumann (Prokuristin WOBAG Sömmerda); Dr. Bernd Hunger (GdW, Vorsitzender der Jury); Tobias Wolfrum (Geschäftsführer jenawohnen GmbH); Frank Emrich (Verbandsdirektor vtw)

Anlässlich der „Tage der Thüringer Wohnungswirtschaft“ wurde am 30. Mai 2018 in Suhl der Gewinner des Thüringer Preises der Wohnungswirtschaft in der Kategorie „WohnRäume“ gekürt. Der Preis wird durch den Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V. (vtw) in Kooperation mit der Architektenkammer Thüringen und dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienwirtschaft GdW in zwei Kategorien vergeben. Die Schirmherrschaft hat das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft übernommen. Bis zum 26. Januar 2018 konnten sich die Mitgliedsunternehmen des vtw mit ihren Projekten in der Kategorie „WohnRäume“ bewerben.

Der diesjährige Preisträger, die Wohnungsbaugenossenschaft Sömmerda/Thüringen eG, konnte sich mit ihrem Projekt „Wohnpark Grüne Mitte“ gegen zehn weitere Kandidaten durchsetzen. Einstimmig würdigte die Jury das baukulturelle Engagement der Genossenschaft. „Auf dem Areal entstand der wohl schönste genossenschaftliche Wintergarten Thüringens.“

Daneben verlieh die Jury zwei Anerkennungen. Die jenawohnen GmbH wurde für ihr Projekt „Seniorenwohnanlage Mittendrin“ in Blankenhain gewürdigt. Die überzeugende städtebauliche und kostengünstige Lösung, die sich durch funktionale Wohnungszuschnitte und nutzerfreundliche Freiräume auszeichnet, belebt das Stadtzentrum Blankenhains. Auch das Wohnquartier Vorwerksgasse 13/Stiftsgasse 27 in Rudolstadt der RUWO Rudolstädter Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft mbH wurde von der Jury als gelungener Beitrag zur Stadtreparatur mit den Mitteln des zeitgemäßen Wohnungsbaus unter Wahrung der Belange des Denkmalschutzes gewürdigt.

Der Thüringer Preis der Wohnungswirtschaft wurde im Jahr 2016 neu ausgerichtet. Nachdem im Jahr 2018 in der Kategorie „WohnRäume“ die gestalterische Qualität in Verbindung mit der sozialen Brauchbarkeit im Fokus steht und zum Nachahmen anregen soll, lobt der vtw in 2019 die Wettbewerbskategorie „WohnWerte“ aus. Alle Informationen zum Inhalt und zum Auslobungsverfahren finden Sie in Kürze auf dieser Seite.

Preisträger

Ansicht Rannstedter Straße – Blick auf Sömmerda, Foto: Martin Ludwig
Ansicht Rannstedter Straße – Blick auf Sömmerda, Foto: Martin Ludwig

Wohnpark „Grüne Mitte“ Sömmerda

Bauherr: Wohnungsbaugenossenschaft Sömmerda/Thüringen eG
Planer: WENDT Architekt & Ingenieur GmbH

Anerkennung

Mittendrin – Wohnen neben Rathaus und Kirche, Foto: Jörg Lammert
Mittendrin – Wohnen neben Rathaus und Kirche, Foto: Jörg Lammert

Seniorenwohnanlage „Mittendrin“ Blankenhain

Bauherr: jenawohnen GmbH
Generalplanung: Jörg Lammert GEROTEKTEN, Weimar

Anerkennung

Fassade Platz, Foto: A. Kranert
Fassade Platz, Foto: A. Kranert

Wohnquartier Vorwerksgasse 13 / Stiftsgasse 27 in Rudolstadt

Bauherr: RUWO Rudolstädter Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft mbH
Planer: HKS Architekten & Gesamtplaner GmbH

Allgemeine Zielsetzung

Die Wohnungswirtschaft wird mit immer neuen und höheren Ansprüchen, wie dem demographischen Wandel, der sozialen Gerechtigkeit, der Stadtentwicklung und dem Klimawandel konfrontiert. Speziell im Mietwohnungsneubau besteht die zukünftige Herausforderung darin, bezahlbaren Wohnraum, welcher zugleich eine soziale Brauchbarkeit beinhaltet, langfristig zu sichern. Hierbei gilt es neue Wege zu gehen, um ggf. vorhandene Potentiale der Kostenoptimierung und der möglichen Kooperation zu erschließen.

Ziel des Wettbewerbs ist es, herausragende Projekte (Konzepte) zu prämieren, welche sich diesen vielfältigen Herausforderungen der Wohnungswirtschaft annehmen und dabei wirtschaftliche, soziale und nachahmungswürdige Projekte realisieren, welche dann wiederum zum Vorbild für andere Wohnungsunternehmen werden können und dazu einladen, an anderer Stelle ebenfalls wiederholt zu werden. Ein prämiertes Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass ihm der Spagat zwischen dem Wunsch (Erwartungshaltung der Akteure) und der Wirklichkeit (betriebswirtschaftliche und technische Kenngrößen) auf vorbildliche Art und Weise gelingt.

Auslober / Kooperationspartner

Auslober des Wettbewerbs um den „Thüringer Preis der Wohnungswirtschaft“ ist:
vtw - Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e. V.

Kooperationspartner sind:

  • GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
  • Architektenkammer Thüringen
  • Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL)

Teilnahmeberechtigung

Im Rahmen des nicht öffentlichen Wettbewerbes können Projekte, die von den Mitgliedsunternehmen des vtw e.V. direkt initiiert oder an denen sie beteiligt sind, eingereicht werden. Teilnahmeberechtigt sind alle an dem Projekt beteiligten natürlichen und juristischen Personen. Zugelassen für den Wettbewerb 2017 sind nur nach dem 1. Januar 2015 in der Realisierungsphase abgeschlossene Projekte und Konzepte. Bei der Einreichung der Wettbewerbsbeiträge sind alle Projektbeteiligten sowie deren maßgebliche Beteiligung zu nennen.

Wettbewerbskategorie „WohnRäume“ und Beurteilungskriterien

Bei der Wettbewerbskategorie „WohnRäume“ geht es um mehr als reines Bauen und die herausgestellten architektonischen Besonderheiten. Neben gestalterischer Qualität steht auch im Vordergrund, was sich speziell in der Praxis als betriebswirtschaftlich gut herausgestellt hat, sozial brauchbar ist und sich somit als nachahmungswürdig erweist. Entscheidend für eine Prämierung ist dabei nicht zwingend, dass alle Beurteilungskriterien kumulativ vorliegen müssen, sondern vielmehr können auch einzelne besonders herausragende Kriterien eine Auszeichnung rechtfertigen. Die Beurteilungskriterien sind hierbei:

Bezahlbares Wohnen und tragbare (Bau-)Kosten (Schwerpunkt)

  • Baukostenoptimierung im Spannungsfeld zwischen kostengünstigen Lösungen sowie langlebigen Materialien und Detailausbildungen
  • Angemessene Folgekosten für Bewirtschaftung und Instandhaltung
  • Vertretbare Energie- und Umweltkosten
  • Kostenbewusste Handhabung von Normen und Vorschriften

Soziale Brauchbarkeit (Schwerpunkt)

  • Beitrag zum Zusammenleben verschiedener Generationen, Bewohnergruppen und Ethnien
  • Bezug zur sozialen Infrastruktur, zum Wohnumfeld und zum Freiraum
  • Beitrag zur Stabilisierung von Nachbarschaften
  • Anpassbarkeit von Wohnungsgrundrissen an Lebenszyklen und demographische Entwicklung
  • Eignung für Familien mit Kindern

Nachahmungswürdigkeit und Wiederholbarkeit (Schwerpunkt)

  • Vorbildfunktion für andere noch folgende Projekte
  • Effektivität / Optimierung des Bauprozesses
  • Regionalbezogene und projektzielbezogene angemessene Miete

Städtebau

  • Einbindung in den städtebaulichen und ggf. historischen Kontext (Beachtung von ISEK)
  • Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz
  • Qualität der Freiräume und der Gestaltung des Wohnumfeldes

Architektur

  • Qualitätsvolle Bauwerksgestaltung
  • Standortgerechte Materialauswahl
  • Vorbildliche Details und Konstruktionen
  • Hohe Funktionalität und gute Grundrisse (Effizienz Verkehrsfläche zu Nutzfläche)
  • Nutzerfreundliche Wohnumfeldgestaltung
  • Ressourcenschonung und Dauerhaftigkeit in ganzheitlicher Betrachtung

Energieeffizienz und Klimaschutz

  • Energieeffiziente Lösungen und Beitrag zum Klimaschutz
  • Vernetzung gebäudebezogener, quartiersbezogener und gesamtstädtischer Maßnahmen

Hinsichtlich der Wettbewerbskategorie sollen die Wettbewerber in den späteren Bewerbungsunterlagen jeweils eine Aussage zu den in Bezug genommenen Hauptbeurteilungskriterien treffen, so dass die Jury wiederum eine Einschätzung vornehmen kann, welche Schwerpunkte im jeweiligen Projekt gelegt wurden. Darüber hinaus soll sich die Jury auch über gewisse Beurteilungskriterien hinwegsetzen können, wenn hierfür eine stichhaltige Begründung geliefert wird.

Auszeichnung / Preis

Die Siegerprojekte erhalten einen Preis-Pokal sowie eine Urkunde für die maßgeblich am Werk beteiligten Partner. Die Ausreichung eines Preisgeldes erfolgt unter Vorbehalt der Bereitstellung von finanziellen Mitteln für den Wettbewerb durch das jeweils zuständige Ministerium. Die Bekanntgabe der Ergebnisse erfolgt immer im Rahmen der Tage der Thüringer Wohnungswirtschaft. Vergeben wird jeweils ein erster, zweiter und dritter Preis.

Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit)

Alle ausgezeichneten Projekte werden nach Bekanntgabe der Ergebnisse im Internetportal des vtw unter: www.thueringer-der-preis-wohnungswirtschaft.de veröffentlicht und vorgestellt sowie in die externen Kommunikationskanäle (bsph. DW, WI sowie Thüringer Zeitungen) eingesteuert.
Der vtw erstellt zu allen Wettbewerbsbeiträgen eine Dokumentation, die allen Mitgliedsunternehmen des vtw und weiteren Interessierten kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Darüber hinaus erhalten die Preisträger (der Gewinner) die Möglichkeit einer öffentlichkeitswirksamen Präsentation im Rahmen der „Tage der Thüringer Wohnungswirtschaft“.
Zudem soll eine öffentlichkeitswirksame „Besichtigung“ der Gewinnerprojekte mit den Teilnehmern und ausgewählten Gästen stattfinden.

Turnus der Preisverleihung

Der Turnus der Preisverleihung der Wettbewerbskategorie „WohnRäume“ findet alle zwei Jahre statt.

Verfahren

Die Einreichung der Unterlagen erfolgt ausschließlich über das Internet unter www.thueringer-preis-der-wohnungswirtschaft.de. Eine neutrale externe Agentur wird die Vorprüfung der eingereichten Wettbewerbsbeiträge übernehmen und dabei die Bewerbungen aufbereiten jedoch keine Vorauswahl durchführen.

Alle von den Bewerberinnen und Bewerbern eingereichten Unteralgen (Texte, Fotos, Pläne) müssen von dem Auslober für die Öffentlichkeitsarbeit (Ausstellung, Dokumentation, etc.) honorar- und kostenfrei genutzt werden können. Das gilt auch für Abbildungsvorlagen von beauftragten Fotografen, deren Namen in den Publikationen des Auslobers veröffentlicht werden, soweit sie in den Unterlagen genannt worden sind. Die Abgeltung etwaiger Bildrechte ist im Innenverhältnis zu klären. Die Einsendung erfolgt an:

vtw – Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V.
Regierungsstraße 58
99084 Erfurt

Online-Eingabe im Internet: www.thueringer-preis-der-wohnungswirtschaft.de

Jury

Die Jury besteht aus fünf Personen:

  • Mitglied des Vorstand des vtw: Verbandsdirektor
  • Vorsitzende des FA Bauwesen / Technik / Energie: Frau Cordula Wiegand
  • Referent des GdW: Herr Dr. Bernd Hunger
  • Delegierter des TMIL: zuständiger Abteilungsleiter
  • Mitglied der AK Thüringen: Geschäftsführer

Termine

Der Ablauf der Ausschreibung bis hin zur Preisverleihung stellt sich wie folgt dar:

  • ab 19. Oktober 2017: Bewerbungsbeginn
  • bis 26. Januar 2018: Ende der Einreichungsfrist
  • bis 02. Februar 2018: Einsendeschluss für Teilnahmeerklärung
  • ab 7. Januar 2018: Beginn der Vorprüfung
  • Anfang März 2018: Jurysitzung
  • Mai 2018: Preisverleihung mit Präsentationsmöglichkeit
    im Rahmen der Tage der Thüringer Wohnungswirtschaft
  • ab Juni 2018: Bereisung der Preisträger-Objekte
    mit Teilnehmern und ausgewählten Gästen